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Auf der South Bank Road bis zum Tendaba Camp

Heute brechen wir die Zelte im Janjan Bureh Camp ab und fahren Richtung Westen. An der Küste ist es etwas kühler. Gestern abend haben wir noch eine Schleiereule direkt am Camp-Restaurant gesichtet. Ganz schwer zu erkennen.

Janjan Brureh ist ein historische Stätte. Von den Engländer als Goergetown gegründet, wurde es später in MacCarthy-Island umbenannt und heißt heute Janjan Bureh.

Das Janjan Bureh Camp hat uns gut gefallen. Schöner Platz, viele Affen und Vögel. Das Personal war sehr freundlich und korrekt. Außerdem hat das Essen geschmeckt. Trotzdem zieht es uns nach zwei Nächten weiter. Wir wollen zur Westküste nach Serekunda oder zumindest an den Strand südlich davon. Wir versprechen uns etwas kühlere Temperaturen und Wind vom Atlantik. Zunächst queren wir den Gambia River mit der Fähre.

Die weitere Fahrt wird wieder von unzähligen Checkpoints unterbrochen. Mal Polizei, mal Militär, Immigration Office und Zoll. Ein paar kontrollieren scharf, die Meisten wollen unterhalten werden und unsere Geschichte hören. Geld hat diesmal keiner gefordert, einer wollte unsere Adressen und Telefonnummern, einer wollte unser Auto geschenkt bekommen (im Spass). Soweit alles nicht schlimm, aber unglaublich nervig.

Es ist schwierig, Geldautomaten in Gambia zu finden und langsam müssen wir mal wieder Benzin tanken. Wenn man einen Geldautomaten gefunden hat, bekommt man 50,— bis 100,— Euro in lokaler Währung. Das reicht nicht mal für Volltanken 🙂

Natürlich nimmt auch niemand Kreditkarten.

Wir machen noch einen Zwischenstopp im Tendaba Camp, wo wir direkt am Gambia River stehen. Neben uns ein Land Cruiser aus England. Kathrine und Ian sind, ähnlich wie wir, auch nach Süden unterwegs. Anlass für angeregte Unterhaltungen.

Das Tendaba Camp ist schon etwas heruntergekommen. Das Essen war das schlechteste, dass wir bisher hatten. Auf der Campsite hören wir die laute Musik der Campdisko. Es wabbert der Geruch eines Feuers über den Platz. Leider wird da immer der Müll verbrannt. Es gibt keine Müllabfuhr und verbrennen des Plastikmülls ist üblich. Ein typischer, sicherlich ungesunder, Gestank in Afrika.